Rotmilanprojekt - praktische Maßnahmen

Rotmilanprojekt - praktische Maßnahmen

Die perspektivische Sicherung von Horststandorten und Bruthabitaten ist einer der Schwerpunkte dieser Projektarbeit. Dazu wurden bislang eine Reihe von Pflanz- und Pflegearbeiten an verschiedenen Flurgehölzen durchgeführt. Es geht einerseits um die Schaffung einer Grundlage für eine künftige Generation von Horstbäumen und andererseits um die qualitative Aufwertung der häufig artenverarmten Feldgehölze. Mit dem zweiten Schritt soll mittelbar ein breiteres Artenspektrum (auch Beutearten für den Rotmilan) in der vielerorts ausgeräumten Agrarlandschaft aufgebaut werden.

Unmittelbar wirken die Maßnahmen zur Verbesserung der Nahrungsverfügbarkeit für den Rotmilanbestand. Hier wird in Zusammenarbeit mit mehreren landwirtschaftlichen Unternehmen Luzerne angebaut und zu vereinbarten Zeiten während der Aufzucht der jungen Rotmilane gemäht. Während die überwiegende Zahl der angebauten Kulturen durch die nunmehr erreichte Bestandshöhe und -dichte im Jahresverlauf für den Rotmilan als Jagd- bzw. Nahrungshabitat zunehmend ungeeignet ist, bieten die Luzerneflächen nach einem Schnitt optimale Bedingungen zum Beutegreifen. Der Luzerneanbau findet in Gebieten mit einem erhöhten Rotmilanbestand statt. Für den zusätzlichen Aufwand und etwaige Verluste durch die termingebundene Mahd erhalten die beteiligten Landwirte eine finanzielle Entschädigung.

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