Verband

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Geleitet wird der Verband von einem geschäftsführenden Vorstand. Wie es bei Landschaftspflegeverbänden üblich ist, sind in diesem Vorstand Vertreter aus den Interessenlagen Landwirtschaft, Naturschutz und Kommunalpolitik zu gleichen Teilen vertreten. Es ist eine grundlegende Zielstellung des Vereins, diese ‚Drittelparität' als Basis unserer Vermittlerrolle zwischen den drei großen Interessengruppen in ihrer Effektivität noch stärker zu entwickeln. Für die erfolgreiche Arbeit des Landschaftspflegeverbandes „Grüne Umwelt“ hat sich die enge Verbindung und Zusammenarbeit bislang, insbesondere auf der örtlichen Ebene, schon gut bewährt. Mit guten Kontakten zu den örtlichen Behörden des Umwelt- und Naturschutzes sowie der Landwirtschaft, den Bürgermeistern der umliegenden Gemeinden, Landwirten und interessierten Bürgern konnten bereits viele praxisorientierte Projekte realisiert werden. Auf übergeordneter Ebene ist der Landschaftspflegeverband "Grüne Umwelt" e.V. Mitglied im Landesverband für Landschaftspflege Sachsen-Anhalt e.V. und dem Deutschen Verband für Landschaftspflege (DVL).

Mit dem Ziel, die Zusammenarbeit auf allen Ebenen weiter zu verstärken und mit einer gesicherten Finanzierung das fachliche Profil weiter zu entwickeln und auszubauen, steht der Verband in den kommenden Jahren vor vielfältigen Aufgaben. Darüber hinaus ist nicht nur der Vorstand, sondern auch die Mitglieder und Bürger aufgerufen, eine kontroverse Diskussion über die Entwicklung ihrer Umgebung – unserer gemeinsamen Kulturlandschaft – zu führen, mit Fragen und Problemfällen des Einzelnen, die Defizite zu den Themen "Naturschutz – Landwirtschaft – Kommunale Entwicklung" im Ganzen erkennen und auflösen zu helfen sowie durch konstruktive Kritik neue Aspekte und eigene Ansichten gegenüber dem Landschaftspflegeverband "Grüne Umwelt" e.V. einzubringen.

 

Geschichte und Entwicklung

Im Juni 1993 wurde der Landschaftspflegeverband Grüne Umwelt e.V. gegründet.
Damit übernimmt der gemeinnützige Verein schon seit mehr als 20 Jahren in der Börde die Mittlerfunktion zwischen Landwirtschaft, Naturschutz und Kommunalpolitik. In der Zeit der Gründung und Etablierung in die Strukturen der Region und des Landes Sachsen-Anhalt war die Unterstützung durch das Förderwerk für Land- und Forstwirtschaft e.V. in der Gestalt des Regionalbüros in Altenweddingen gerade in der Anfangsphase sehr hilfreich. Als eine Einrichtung der Tarifvertragsparteien, der Gewerkschaft "Gartenbau, Land- und Forstwirtschaft" und des Gesamtverbandes der deutschen land- und forstwirtschaftlichen Arbeitgeberverbände hatte das Förderwerk mit seinen Immobilien, der Gärtnerei und dem Speicher, aber besonders personell über die Regionalreferenten wichtige Arbeitsgrundlagen als Basis des LPV geschaffen.
Diese Kontakte bestimmten vor allem in der Anfangzeit die Wirkungskreise des Vereins. In der weiteren Entwicklung erfolgte zunehmend die Konzentration auf anerkannte Projekte aus dem Bereich Naturschutz und Landschaftspflege, Umweltbildung sowie der kommunalen Erschließung.

Diese Strategie soll auch in Zukunft fortgeführt werden. Als Partner von Kommunen, Landwirten und des behördlichen wie privaten Naturschutzes engagiert sich der Verband weiterhin für den Erhalt unserer Kulturlandschaft und insbesondere der Sicherung von Artenvielfalt und naturschutzfachlich wertvollen Rückzugsräumen für die heimische Flora und Fauna.

 

Unser Wirkungsbereich

Sachsen-Anhalt wird nahezu flächendeckend von den einzelnen Landschaftspflegeverbänden betreut. Dabei wurde die Fläche des Landes als Wirkungsraum der einzelnen Pflegeverbände ursprünglich in Anlehnung an die Kreisgrenzen aufgeteilt. Allerdings hat sich durch die Kreis- und Gebietsreformen, aber auch durch die individuelle Entwicklung inzwischen bei den meisten Landschaftspflegeverbände der Wirkungskreis verändert. Heute ist der Landschaftspflegeverband 'Grüne Umwelt' e. V. im Landkreis Börde, dem Salzlandkreis sowie angrenzenden Flächen des Harzkreises und der Stadt Magdeburg aktiv.

Die nebenstehende Karte (zum Vergößern bitte anklicken) zeigt das heutige Einzugsgebiet des LPV "Grüne Umwelt" e.V.